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Tourismus
in der Schweiz - Segen oder Fluch für Mensch und Umwelt? - Daniel
Bleyenberg (30.04.2000)
1.
Entwicklung des Tourismus'
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Römerzeit: erste Hospize und Gaststätten an Pässen
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Thermalbäder werden bald regelrechte Tourismus-Zentren (Berge werden
wegen Aberglaube gemieden)
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im 18.Jahrhundert entsteht ein neues Naturverhältnis
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1850: Eisenbahnanbindung bewirkt ersten Sommer-Tourismus-Boom (nur wohlhabende
Ausländer)
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1865: erste Wintersportgäste - organisiert von einem englischen Reisebüro
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Entstehung der Hotellerie (wenige Zentren: Seeorte, Thermalbäder,
Berner Oberland)
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nach 1. Weltkrieg: Einführung des gesetzlichen Urlaubs und Wohlstand
ermöglichen Ferien für Normalbürger
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nach 2. Weltkrieg: "Massentourismus" durch Mobilität und Wirtschaftsaufschwung
(auch Binnentourismus)
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Dezentralisierung: Erschließung der Bergorte
2.
Tourismus als Wirtschaftsfaktor
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Ausgleich der Arbeitsplatzverluste in der Landwirtschaft
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1985: ca. 33 Mio. Einwohner / ca. 50 Mio. Feriengäste / >100 Mio.
Tages-/Wochenendgäste
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Arbeitsplätze: 9% gesamt / Tourismusgebiete (z.B. Wallis) bis
50% / lokal bis 90%
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hoher wirtschaftlicher Stellenwert: 1985: Bruttowerterschöpfung 18,7
Mrd. Franken
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Anteil am Bruttoinlandsprodukt (1985): 8,2 %
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1998: Tourismusbilanz: 1,5 Mrd. Franken Überschuß ( 2,2 Mrd.
Handelsüberschuß)
3.
Sommer- und Wintertourismus
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ca. 65% der Erträge aus dem Wintertourismus (50% in Wallis und Graubünden)
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Sommer-Angebote: klassisch (Erholung, Wandern, Reiten, Bergsteigen (je
nach Größe des Ortes))
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Sommer-Angebote: "Adventure" (Mountainbike, Rafting, Canyoning, Freeclimbing,
Trekking, Paragliding)
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Wintersport: Ski-Alpin / Snowboard / Tiefschneefahren / Ski-Trekking (1870
Lifte bei 1,5 Mio. Personen/Stunde)
4.
Natur & Umwelt (Belastungen und Schäden)
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Luft: Schadstoffe durch Verkehr und Siedlungen
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Boden: Bodenverdichtung (Veränderungen des Nährstoffhaushaltes),
Erosion (Trittschäden, Wiesenschäden)
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Wasser: Abwässer, Abfälle in Oberflächengewässer
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Vegetation: Schädigung des Jungwuchses durch Skipisten, Ausbleiben
der Wiederbegrünung (Erosionsgefahr)
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Tierwelt: Störung und Verdrängung (in der Siedlungszone und im
Skipistenbereich)
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Landschaftsbild: Abwertung durch "Tourismusbauten" (Skilifte, Hotels)
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dauerhafte Schäden durch moderne Aktivitäten (Mountainbike, Paragliding,
Rafting, usw.) noch nicht ausreichend geklärt
5.
Was bringt die Zukunft? (Vorschläge und Anregungen)
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Konzept:"Sanfter Tourismus" - nicht alleine nach wirtschaftlichen
und technischen Gründen ausgerichtet, sondern beachtet auch Umweltaspekte
und Interessen der einheimischen Bevölkerung
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Initiierung durch Umweltschützer und einigen Reiseveranstaltern
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Vorschläge: Baubeschränkungen, Schutzgebiete, Bildung der Bevölkerung,
Pflege der ländlichen Kultur
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Prinzip: Qualität statt Quantität / Identität der ländlichen
Bevölkerung schützen - Hilfe von Tourismus-Branche notwendig
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Probleme: Strukturen des Massentourismus' / unterschiedliche Ausrichtungen
einzelner Orte
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