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WWU Münster - Institut für Geographie - Seminar: Schweiz (SS2000)
Referat von Daniel Bleyenberg (30.04.2000)
Tourismus in der Schweiz
Segen oder Fluch für Mensch und Umwelt?
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Foto aus [9]
1. Einleitung

2. historische Entwicklung des Tourismus

3. Tourismus als Wirtschaftsfaktor

4. Sommer- & Wintertourismus

5. Natur und Umwelt (-schäden)

6. Die Zukunft: Der sanfte Tourismus?

7. Fazit, Literatur & Internet-Links

Thesen-Papier


Einleitung

Es ist jedes Jahr das Gleiche: Man will einfach nur seinen Winterurlaub planen und sieht sich einem gigantischen Angebot an Ferienorten und Hotels gegenüber. Der Tisch liegt voller Reisekataloge, die man sich schon ein Jahr im Voraus hat schicken lassen. Die Wahl ist nicht leicht. Sie alle versprechen ein einmaliges Naturerlebnis und grenzenlose Erholung. Doch wohin man letzlich fährt, entscheidet das Los: Welcher Prospekt als erstes auf den Boden fällt, dorthin wird gefahren... und es ist einer aus der Schweiz.
So oder ähnlich könnten die Vorbereitungen eines Winter- oder Sommerurlaubers aussehen, der sich für einen der zahllosen Ferienorte in den Alpen entscheiden muß. Will man nicht von vornherein ans Meer, so kommt man um einen Prospekt von der Schweiz nur schwer herum. Die Marketingmaschinerie der Tourismusbüros laufen schon seit Jahrzehnten auf Hochtouren und bringt immer mehr Menschen in eine Umwelt, die für so einen Ansturm eigentlich gar nicht geeignet ist. So ist es auch nicht verwunderlich, daß jedes Jahr aufs neue Nachrichten über Lawinen und Erdrutsche die heile Touristenwelt erschüttern. Und immer wenn RTL in seiner Sendung "Notruf" über die spektakulärsten Bergrettungen berichtet, bedeutet dies, es ist wieder Urlaubssaison.
Danach ist alles wieder vergessen, zumindest für den Touristen. Aber was ist mit Mensch und Natur der Alpen, die diesen Lebensraum nicht einfach für elf Monate im Jahr verlassen können? Mit welch langfristigen Auswirkungen der Urlauberflut haben sie zu kämpfen? Mit diesen und anderen Fragen beschäftigt sich mein Referat. Auf den nächsten Seiten wird aufgezeigt, daß die Alpenwelt bei weitem nicht mehr so heil ist, wie sie uns von den Reisebüros verkauft wird, und daß ein Umdenken zwar dringend nötig, aber nur sehr schwer zu realisieren ist. Denn eines darf man nicht vergessen: Tourismus ist ein Geschäft - Gewinn ist die oberste Maxime - gerade in einem Land, das einen erheblichen Teil seiner Bruttoerträge aus dieser Wirtschaftssparte bezieht.
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